Windeln & Wickeln

  • Bytom
    In Familie,
    Feb 24, 2016
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    Es ist nicht einfach in die Mutter- oder Vaterrolle zu schlüpfen. Bereits vor der Entbindung wird man mit dem Thema Windeln und Wickeln konfrontiert. Denn wenn jemand Stoffwindeln benutzen möchte, so müssen diese natürlich vor der Entbindung angeschafft werden. Aber Vorsicht, denn Stoffwindel ist nicht gleich Stoffwindel. Schon bei Stoffwindeln gibt es große Unterschiede. Nun gerade am Anfang der Mutter- oder Vaterschaft sind Stoffwindeln etwas komplizierter zu handhaben als Einwegwindeln. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Egal für welche Stoffwindel man sich entscheidet. Man muss erst lernen richtig zu wickeln und gerade am Anfang wenn man mit dem Neuankömmling noch etwas zu kämpfen hat ist das Wickeln mit Stoffwindeln und dem anschließenden Waschen der Windeln reichlich beschäftigt! Ich finde, die Kombination aus Stoff- und Einwegwindeln gerade richtig. Auf diese Weise schont man die Umwelt und auch die eigenen Nerven!

    Andere Probleme, mit dem man zu rechen hat, sind Ausschläge und andere bakterielle oder fungizide Hautreizungen. Da ist oft guter Rat teuer. In diesen Fällen ist eine gute der Wahl der Windeln wichtig. Teuere Windeln müssen da nicht immer die besten sein, da oft ein Inhaltsstoff die Hautprobleme auslösen kann. Eine Hautunverträglichkeit kann auch nach langer Tragezeit der Windeln spontan auftreten. Versuchen Sie auch mal die Windeln ganz wegzulassen oder sich einige Stoffwindeln anzuschaffen…

    Neben dem Problem welche Windel die beste ist gibt es noch das Problem des eigentlichen Wickelns. Besonders am Anfang hat die junge Mutti oder der junge Papi mit großen Hürden zu rechnen. Es dauert einige Tage, bis man das Handling raus hat. Bei Einwegwindeln ist es nicht so schwer wie bei Stoffwindeln. Üben Sie doch vor der Entbindung an Puppen oder Kuscheltieren. So können Sie dem Wickeln gelassen entgegen sehen. Aber seihen Sie beruhigt, das Wickeln ist das kleinste Übel am Mutter- oder Vatersein! Auch wenn Sie gut gewickelt haben, lassen Sie Ihr Baby nie zu lange in der Windel, denn eine volle Windel tut trotz wasserabweisender Oberfläche dem Baby nicht gut. Gerade volle Windeln sind verantwortlich für Hautreizungen!

    Folgende Themen erwarten Sie auf dieser Seite:

    Einwegwindeln - Feuchttücher - Windelcreme - Wickeltasche - Schwimmwindeln - Einlagewindlen Californische Windeln - - Windelausschlag und Windelpilz - Windeleimer - Windelzubehör - Stoffwindeln

    Einwegwindeln

    In Deutschland ist die typische Windel die Einwegwindel. Unter Einweg wird verstanden, dass die Windel nach einmaligem Gebrauch zu entsorgen ist. Einwegwindeln gibt es von den unterschiedlichsten Herstellern zu kaufen. Es gibt darunter Markenwindeln und Windeln zu Discountpreisen.

    Einwegwindeln

    An dieser Stelle möchte ich keine Windel bevorzugen oder benachteiligen. Denn jede Mami hat sich selber von der Einwegwindel zu überzeugen. Testen Sie doch mal selber eine Windel nach Oberflächenvlies, Bündchen, Verschluss, Auslaufschutz, Tragekomfort beim Baby und auf Inhaltsstoffe. Mit Inhaltsstoffen ist gemeint, wie die Babyhaut auf die Absorberkügelchen im Kern der Windel reagiert. Achten sie auf elastische Bündchen. Denn vor allem im Rückenbereich wird oft an Bündchen gespart. Die Folge ist, dass Flüssigkeit eher aus der Windel entweicht als bei Windeln mit Bündchen im Rücken.

    Das Prinzip der Einwegwindel ist relativ simpel. Im Kern der Windel befinden sich so genannte Superabsorber und ein Verteilervlies. Das Verteilervlies sorgt für eine Gleichmäßige Verteilung der Körperflüssigkeiten. Während der Superabsorber nehmen indes die Körperflüssigkeiten in sich auf. Die Superabsorber sind die kleinen Kügelchen in der Windel, die mit den Fingern spürbar sind, wenn man die Windel etwas knetet. Superabsorber sind in der Lage sich um das 50fache von der Ausgangsgröße mit Flüssigkeiten zu füllen. Ist die Flüssigkeit einmal aufgenommen oder absorbiert, so geben die Kügelchen die Flüssigkeiten nicht mehr her. Daher bleibt das Vlies der Windel trocken, während die Windel an Volumen zunimmt. Sozusagen ist eine Einwegwindel ist ein High Tech Produkt! Für welche Windel Sie sich entscheiden bleibt Ihnen überlassen. Eins muss bei der Beurteilung Einwegwindel noch mit beachtet werden trotz aller Argumentationen in Bezug auf Hautprobleme – eine Einwegwindel ist immer steril – im Gegensatz zu ungenügend gewaschenen Stoffwindeln. Das bedeutet, dass Hauterkrankungen nicht durch die Windeloberfläche weitergegeben werden können!

    Babypuder

    Der Babypuder hat heutzutage weiläufgig ausgedient. Das Problem liegt darin, dass keine Luft an die Haut gelangt. Das kann zu allergischen Reaktionen im Windelbereich führen. Lassen Sie den Puder beim Wickeln weg!

    Feuchttücher

    Babyfeuttücher sind ein wahrer Segen für viele Mütter. Sie reinigen den Popo vom Baby im Nu und man braucht kein Wasser. Sie sind ideal für Unterwegs. In dekorativen Boxen fallen Sie bei der Wickelkommode kaum auf. Heutzutage sind die Feuttücher aller Fabrikate empfehlenswert.

    Windelcreme

    Die Windelcreme schützt den Popo von Babys vor dem Wundsein. Es ist wichtig ständig eine Windelcreme zu Hause zu haben. Bewährt haben sich die Cremes von Weleda. Diese sind ohne Zink und lassen sich relativ leicht verreiben. Nehmen sie möglichst keine schmierigen Cremes, welche die Haut des Babys zukleistern und keine Luft an die Haut lassen.

    Wickeltasche

    Eine Wickeltasche ist wichtig, wenn Sie mit Ihrem Baby unterwegs sind. Im Prinzip reicht ihnen eine gewöhnliche Tasche. In diese gehören einige Windeln, Feuchttücher, ein Handtuch als Wickelunterlage, Windelcreme und eventuell ein frischer Body, falls die letzte Windel nicht mehr dicht gehalten hat. Mehr brauchen Sie nicht und belastet nur unnötig ihren Geldbeutel.

    Schwimmwindeln

    Die Schwimmwindel gibt es in der Einweg-Version oder als Stoffwindel zum mehrfachen Benutzen. Sie wird auch Aquawindel oder Badewindel genannt. In diese Windeln werden keine Absorber eingearbetet. D.h. sie nimmt auch keine Nässe auf. Das ist natürlich wünschenswert, da ansonsten die Windel im Wasser aufquellen würde. Der Vorteil zur Badehose ist, dass Grobteilchen nicht ins Wasser gelangen.

    Einlagewindlen Californische Windeln

    Die Californische Windlen ist ein recht pracktisches Stoffwindelsystem. Die Windeleinlage wird einfach in das Windelhöschen des Babys eingelegt und schon kann sie dem Baby angezogen werden wie eine typische Stoffwindel. Am Anfang erfordert es etwas Geschick die Windeleinlage beim Schließen der Windel zurecht zu legen, aber nach etwas Übung geht es recht schnell. Die Windel hält relativ dicht. Wobei natürlich die Windelüberhose von hoher Qualität sein sollte.

    Typische Einwegwindeln

    Die Einwegwindel ist eine Erfindung der neuen Generation. Sie ist recht praktisch und hält Babys Popo trocken. Der Trick dahinter ist ein Superabsorber, welcher ursprünglich aus der Raumfahrtforschung stammt. Kleine Kügelchen, welche in Watte eingearbeitet wurden nehmen die Feuchtigkeit in der Windel auf. Dabei vergrößern die Kügelchen ihr Volumen um ein Vielfaches. Diese Einwegwindlen gibt es von unterschiedlichen Herstellern. Die Mütter müssen oft einige Fabrikate austesten bis sie die Windel ihrer Wahl entdeckt haben.

    Windelausschlag und Windelpilz

    Gelegentlich kommt es zu Ausschlägen und Pilzen imWindelbereich. Seien Sie besorgt es muss nicht an der fehlenden Hygiene liegen. Oft wird die Windel nicht vertragen - dann sollten Sie den Windlehersteller wechseln. Ein anderer Grund kann auch in einer Schwächung des Immunsystems liegen. In dieser Zeit sind die Babys auf viele Wehwechen eingängig. Sollte sich ein Ausschlag oder Pilz im Windelbereich gebildet haben gehen Sie in schweren Fällen am besten zum Arzt. Anderenfalls sollten Sie sich auf jeden Fall eine Heilpaste aus der Apotheke holen. Eine Wundsalbe hilft oft in Fällen von leichten Ausschlägen.

    Windeleimer

    Der Windeleimer ist ein wichtiges Utensil! Sie benutzen ihn tagtäglich beim Wicklen.

    Windeleimer

    Achten Sie darauf, dass er sich gut verschließen läßt. Daruch entweicht keine oder wenig schlchte Luft aus dem Eimer und auch Ihr Baby kann nicht zufällig die Windeln aus dem Eimer entnehmen. Ich persönlich fand eine Oskartonne optimal. Sie läßt sich gut verließen und ist nicht zu klein. Spezielle Windeleimer mit Windelmüllsäcken finde ich übertrieben. Da auf diese Weise noch mehr Müll prodzuiert wird, die Müllsäcke auch sehr teuer sind und obendrein der Windeleimer noch erheblich kleiner ausfällt als die Oskartonne. Die Oskartonne finden Sie in jedem Baumarkt!

    Windelzubehoer

    Windelzubehör

    Eigentlich braucht keine angehende Mutter viel Windelzubehör. Vor der Entbindung meiner Tochter hatte ich mich mit Puder und Cremes eingedeckt, von denen mir im Nachhinein die Hebamme abgeraten hat. Der Puder zum Beispiel verstopft die Poren der jungen Babyhaut – also Hände weg! Dann kommen wir zu den Cremes. Nehmen Sie Cremes, die die Haut nicht zu sehr dicht machen. Die Cremes sollen die Haut vor Feuchtigkeit schützen, jedoch nicht mit Talg die Poren zumachen. Achten Sie auf fette Cremes wie Vaseline oder Melkfett mit Calendula oder anderen pflegenden Inhaltsstoffen. Und stellen Sie sich beim Kauf der Creme die Frage, ob nach Auftragen der Creme die Haut noch atmen kann. Denn sonst können sich schnell Allergien oder Pilze auf der Haut entwickeln.

    Ein heute unentbehrliches Windelzubehör sind die Feuchttücher zum Abwaschen der Babypopos. Besonders für unterwegs sind sie für die Muttis von heute unentbehrlich. Wenn Sie jedoch mit dem Baby zu Hause sind, empfehle ich Ihnen Alternativen. Ich persönlich habe mir die teuren Feuchttücher für unterwegs aufgespart und zu Hause trockene Waschtücher verwendet. Die gibt’s in der Drogerie zu kaufen, sind meistens aus Papier oder Zellstoff und können mit Wasser und etwas Öl angewendet werden. So kennen Sie die Inhaltsstoffe des Tuches und sind auf der ökologisch richtigen Seite! Und wenn’s mal mehr zum Abwischen gibt, stellt sich zu Hause sowieso die Frage ob ein Abduschen mit Wasser nicht der bessere Weg den Popo zu reinigen ist.

    Als nächstes braucht Mama und Papa von heute einen Windeleimer zum Wickeln. Von speziellen Windeleimern mit Windelbeuteln kann ich nur abraten. Sparen Sie sich das Geld für andere Ausgaben und kaufen Sie sich eine Oskartonne oder einen Haushaltseimer mit Deckel. Diesen Windeleimer können Sie für Einweg und Stoffwindeln verwenden. Hygienisch sauber bleibt dieser Eimer oder die Tonne, wenn Sie einen einfachen Müllbeutel für den gewöhnlichen Hausmüll hineinlegen und damit die Windeln entsorgen oder zum Waschen bringen!

    Guter Rat ist teuer, aber gerade beim Wickelzuberhör sollten Sie sparen, denn oft ist weniger mehr – das war der Rat meiner Hebamme. Sparen Sie sich teuere Cremes oder anderes Wickelzubehör und besinnen Sie sich auf den praktischen Nutzen und das gesunde Preisleistungsverhältnis.

    Stoffwindeln

    Die gute alte Stoffwindel ist die Windel mit der die Großmutter noch gewickelt hat! Aber auch heute gibt es immer noch Mütter, die mit der Stoffwindel wickeln möchten. Nun ich selber habe es auch versucht. Daher kann ich hier schreiben, was mir am Herzen lag als ich mich für die Stoffwindeln interessiert hatte. Zum einen hatte ich Bedenken, was die chemische Reaktion der Einwegwindeln auf der Babyhaut angeht. Zum anderen fand ich Stoffwindeln ökologischer im Bezug auf die Wiederverwendung der Windel und zum anderen sollen Stoffwindeln die Hüftentwicklung des Babys positiv beeinflussen. Sicher kann das ein oder andere Argument für die Stoffwindel widerlegt werden. Dennoch ist wie bekanntlich an jeder Geschichte etwas dran. Daher möchte ich an dieser Stelle nicht tiefer auf die Glaubwürdigkeit dieser Argumente eingehen.

    Stoffwindeln

    Nun wollte ich Ihnen noch kurz die Arten der Stoffwindeln vorstellen. Die altbewährteste Windelart ist die Faltwindel. Die Faltwindel ist eigentlich ein großes Baumwollviereck, welches durch geschicktes Falten in eine Windelform gefaltet wird. Der Vorteil dieser Windel ist, dass sie schnell trocknet, da das Baumwoll- oder Mulltuch relativ dünn ist. Der Nachteil ist jedoch die geringe Saugaufnahme der Flüssigkeit und das kompliziertere Wickeln. Als nächstes gibt es die Bindewindeln. Diese sind auch relativ dünn, müssen jedoch nicht vorgefaltet werden, da sie einfach mit angebrachten Schnüren gebunden werden können. Hier ist das Wickeln etwas einfacher, jedoch sind die Flüssigkeitsaufnahme und der Sitz der Windel nicht so besonders. Als nächstes kommen wir zu meinem Favorit unter den Stoffwindeln. Es sind die Systemwindeln, Einlagewindeln oder auch Kalifornische Windeln genannt. Das System der Einlagewindel basiert auf zwei Komponenten. Zum einen gibt es ein Windelhöschen, welches Die Feuchtigkeit nicht durchlässt und gewöhnlich atmungsaktiv ist. Die zweite Komponente ist die Windeleinlage. Es handelt sich hier um eine Stoffeinlage, die etwas dicker ist als ein Mulltuch.

    Diese Einlage kann relativ viel Feuchtigkeit aufnehmen und ist mit einer Einwegwindel durchaus vergleichbar! Beim Wickeln wird nur die Einlage in das Windelhöschen gelegt und wie bei einer Einwegwindel geschlossen. Die Handhabung ist daher auch mit der Einwegwindel vergleichbar! Wird die Windel schmutzig wird nur die Einlage ausgekocht. Das Höschen wird nicht mit ausgekocht, da es sonst unbrauchbar gemacht wird. Es wird daher nur ausgespült. Die letzte mir bekannte Windelart ist die Höschenwindel. Hierbei handelt es sich um eine verhältnismäßig teure Stoffwindel. Vom Aussehen und der Handhabung gleichen sie der Einwegwindel. Der Nachteil, den ich hier sehe ist das Waschen dieser Windel. Denn es müssen jeweils die ganzen Höschen gewaschen und getrocknet werden – die sehr dick sind. Daher ist mit langen Trocknungszeiten zu rechnen!

    Quelle Foto: pixabay.com

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