Kultur, Arten und Wirkungen von Tee

  • Bytom
    Aug 04, 2016
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    Tee ist ein bereits aus der Antike bekanntes Aufgussgetränk und ist ungeheuer vielseitig, da es reich an verschieden Arten ist. Tee, zunächst nur in China bekannt, wurden aber um 1800 als wild wachsende Pflanzen in Indien entdeckt, später kultiviert und mit anderen Arten gekreuzt.
    Teesträucher können aus Samen oder Setzlingen gezogen werden, was heute regelmäßig so gehandhabt wird. Pro Hektar werden ca. 13.000 Setzlinge benötigt, die eine Wachstumszeit von drei bis sechs Jahre bis zur ersten Ernte benötigen. Der Ertrag eines Hektars beträgt dann ca. 1500 Kilogramm Tee. Während der indische Tee eine Produktionszeit von ca. 30 - 50 Jahren hat, sind es chinesischem Tee bis zu 10 Jahre.

    Sind die Teeblätter nun geerntet, durchlaufen die Blätter des Schwarztees fünf Stufen, bis der Tee nun aufgussbereit ist. Bei einigen Teesorten wird diese klassische Art der Teeverarbeitung verändert, was dem jeweiligen Tee die besondere und spezifische Note gibt. Denn Tee ist nicht gleich Tee. Dieses Getränk kennt viele Varianten und Zubereitungsmöglichkeiten. Abgesehen von Früchtetee gibt es mehrere Teesorten.

    Teesorten:

    • Weißer Tee: nur Spitzentees, ohne gewollte Fermentation, wobei die jungen Triebe geerntet und wie Heu getrocknet wird. Hat eine weiß-silberne Farbe.
    • Grüner Tee: keine gewollte Fermentation, wurde traditionell in Eisenpfannen gewelkt und getrocknet. In der heutigen industriellen Produktion dies in großen Behältern erzeugt.
    • Matcha Tee : das grüne Teepulver für die traditionelle japanische Teezeremonie. Matscha gilt als sehr edle Teesorte und ist entsprechend teuer.
    • Gelber Tee : eine nur in China produzierte Teespezialität. Wird ähnlich wie der weiße Tee geerntet, aber nicht sofort weiterverarbeitet, somit einer minimalen Fermentation ausgesetzt. Gehört zu den teuersten Teesorten.
    • Oolong Tee : bei dieser Teesorte handelt es sich um eine teilweise fermentierte Teeart. Der Tee wurde traditionell in Weidekörben geschüttet wobei der austretende Saft mit Sauerstoff reagiert und die Fermentation einleitet. Dieser Prozess der Fermentation wird durch das Erhitzen in Eisenpfannen gestoppt.
    • Schwarzer Tee : in Asien eher als roter Tee bekannt, ohne gestoppter Fermentation. Der Tee wird erst nach längerer Lagerung getrocknet.
    • Puh-ehr Tee : ist in Asien als Schwarztee bekannt, in der Tasse erreicht dieser Tee ein Aussehen wie Kaffee. Der Tee reift durch lange Lagerung.

    Wirkung von Tee :
    Tee wurde in der traditionellen chinesischen Medizin zunächst, teilweise gemischt mit anderen Kräuter, als Arznei verstanden. Bekannt ist, dass Tee bekömmlich, leicht anregend und gesundheitsfördernd ist. Das im Tee enthaltene Koffein, welches oft fälschlicherweise als Tein bezeichnet wird, wird im Organismus langsam resorbiert.

    Chai Tee

    Die Chai Tee Zubereitung

    Der Chai Tee ist das Nationalgetränk der Inder. Auch bei uns findet das ayurvedische Getränk immer mehr Anhänger. Zur Herstellung des Gewürztees benötigt man Wasser, Milch, Kardamom, Nelken, Anis, Zimtstangen, Ingwer, Zucker und Assam Tee. Zuerst werden Wasser, Milch und die Gewürze zusammen aufgekocht, dann erst werden die Teeblätter zugegeben. Den Gewürztee auf kleiner Stufe 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, anschließend durch ein Sieb in eine Kanne gießen.

    Herkunft und Wirkung des Chai Tee

    In Indien wird der Chai Tee zu jeder Gelegenheit getrunken und wird bevorzugt in der ayurvedischen Medizin als Heilmittel eingesetzt. Durch den geringen Koffeingehalt wirkt der Chai Tee sanft anregend und aufmunternd. Der Kardamom hilft Erkältungskrankheiten zu lindern und fördert die Verdauung. Ingwer wiederum gilt in der ayurvedischen Lehre als krampflösendes Heilmittel, er regt den Appetit an und stärkt das Immunsystem. Zimt besitzt eine desinfizierende, durchblutungsfördernde und stimmungsaufhellende Wirkung.

    Chai Tee Rezepturen

    Da es keine festen Rezepte zur Zusammensetzung der Zutaten gibt, haben viele indische Familien ihr eigenes spezielles Rezept für den Chai Tee. Aufgrund der vielen Variationsmöglichkeiten sind moderne Mischungen mit Zitronengras, Chili, Schokolade oder Lakritze für den westlichen Markt erhältlich. Diese Gewürze verleihen dem Chai Tee eine einzigartige Geschmacksnote.

    Chai Tee Traditionen

    Nach traditioneller Art wird der heiße Chai Tee in einer Schale mit Untertasse gereicht. Eilige Teetrinker gießen etwas Chai Tee zum Abkühlen in die Untertasse, um ihn so schneller trinken zu können. Dazu werden gesalzene Nüsse oder Kleingebäck serviert. Zum Süßen verwenden die Inder am liebsten Honig, aber auch brauner oder weißer Zucker und spezieller Chai Tee Sirup sind geeignet. Wer einen besonders cremigen Chai Tee bevorzugt, kann einen Extraschuss Kaffeesahne zugeben.

    Als Basis für den Chai Tee wird Assam Schwarztee mit seinem speziellen kräftig-malzigen Geschmack und großen ergiebigen Blättern aufgebrüht. Die Assam Region liegt im unteren Bereich des östlichen Himalaja zwischen den Grenzen von Burma und Bangladesch in einem regenreichen und subtropischen Klima. Im 19. Jahrhundert wurde die Hochfläche von Engländern entdeckt und fruchtbar gemacht. Durch die schnell steigende Nachfrage entwickelte sich die Region Assam zu einer der größten Teeanbauregion in der Welt

    Grüner Tee

    Zubereitung des Grünen Tees

    Schon die alten Chinesen tranken ihn, und auch in Europa ist er schon vor Jahrhunderten fester Bestandteil der Kultur geworden – der Grüne Tee. Bevor der Grüne Tee zubereitet wird, ist es ratsam, zuerst die Teeblätter mit warmem Wasser abzuwaschen, um sie von Staub zu reinigen. Je nach Geschmack fällt die Dosierung aus, doch als Faustregel lässt sich sagen, dass etwa 11 bis 13 Gramm für einen Liter ausreichend sind. Danach werden die Blätter mit heißem, aber nicht kochendem Wasser aufgebrüht. Ist das Wasser zu heiß, so wird der Tee leicht bitter oder sogar ungenießbar. Ist es zu kalt, so lösen sich die Inhaltsstoffe nur unzureichend auf. Für eingefleischte Trinker von Grünem Tee ist das Wasser zum Aufbrühen Idealerweise etwa 70 Grad heiß.

    Ziehen sollte der Grüne Tee dann etwa ein bis drei Minuten lang. Diese Zeit reicht aus, damit sich die Inhaltsstoffe freisetzen und der Tee seine Wirkung und seinen Geschmack voll entfalten kann. Nach dem ersten Aufguss können die Teeblätter noch ein bis zweimal aufgegossen werden, wobei das Wasser bei weiteren Aufgüssen stets heißer sein sollte als zuvor. Für viele Kenner gilt der zweite Aufguss sogar als schmackhafter als der Erste.

    Wirkung von Grünem Tee

    Grüner Tee gilt aber nicht nur als Genussmittel. Schon seit Jahrhunderten wird ihm auch heilende Wirkung zugeschrieben. Im Gegensatz zu Schwarzem Tee soll Grüntee eher eine beruhigende Wirkung haben. Man sagt im entspannende Eigenschaften nach. Zudem soll man einen klaren Kopf bekommen wodurch sich die Konzentrationsfähigkeit erhöhen soll. Darüber hinaus haben wissenschaftliche Studien ergeben, dass Grüner Tee auch auf den Blutkreislauf belebende Wirkung hat, und in der Folge Todesfälle durch Herz-Kreislauferkrankungen seltener auftreten. Zudem soll das Risiko für Prostatakrebs sinken, da der Inhaltsstoff EGCG das Zellwachstum von Tumoren hemmen soll. Natürlich ersetzt Grüner Tee keinen Arztbesuch. Und die Angabe der Wirkungen des Grünen Tees sollen keine wissenschaftlichen Aussagen darstellen, sondern lediglich die Vorzüge der Teesorte aufweisen.

    Herkunft des Grünen Tees

    Die ursprüngliche Herkunftsregion von Grünem Tee ist China. Dort wurde er schon vor etwa 2000 Jahren konsumiert. Von dort fand er seinen Weg nach Japan, in die Mongolei und nach Sibirien, und im 17. Jahrhundert schließlich nach Europa. Hier entstanden wie zuvor auch schon in China aufwändige Teezeremonien, wie beispielsweise der berühmte 5-Uhr-Tee in Großbritannien. Auch heute noch sind die asiatischen Länder die wichtigsten Produzenten von Grüntee weltweit.

    Ingwertee

    Zubereitung von Ingwertee

    Für die Zubereitung von Ingwertee wird ausschließlich die Ingwerwurzel verwendet. Die Wurzel gibt es zerkleinert und getrocknet in Teefachgeschäften zu kaufen. Der Ingwertee schmeckt viel aromatischer, wenn zur Teezubereitung die frische Ingwerwurzel verwendet wird.

    Frischer Ingwertee wird wie folgt zubereitet:
    Es wird ein Stück frische Ingwerwurzel verwendet und die Haut entfernt. Anschließend werden 3 - 5 g kleine Stücke oder 2 - 3 ganz dünne Scheiben Ingwer in die Teekanne gegeben. Wenn das Teewasser gekocht hat, wird der Ingwer damit übergossen. Auf einen halben Liter Wasser genügt die Menge von 3 - 5 g (1 kleiner Teelöffel) Ingwer. Anschließend muss der Tee 10 bis 15 Minuten lang ziehen. Da der Ingwertee ein starkes Aroma entwickelt, kann der Tee auch kürzere Zeit ziehen. Bevor der Tee getrunken wird, kann der Ingwer aus der Teekanne entfernt werden oder in ihr belassen werden, dass allerdings zu einer Verlängerung der Ziehzeit und damit zu einer vermehrten Schärfe führt. Der Ingwertee kann durch Zugabe von Zucker, Honig oder Zitronensaft geschmacklich verfeinert werden. Ingwertee kann sowohl im Sommer als auch im Winter getrunken werden. In den Sommermonaten schmeckt er durch die Zugabe von Zitronensaft erfrischender. Die Ingwerwurzel sollte nicht zu lange gelagert werden, da sonst die Schärfe nachlässt.

    Wirkung von Ingwertee

    Ingwertee hat verschiedene Wirkungsweisen. In den Wintermonaten wärmt er durch sein scharfes Aroma den Körper auf. Für die Erwärmung sind sogenannte Scharfstoffe verantwortlich. Durch die Wärmeerzeugung bringt der Ingwertee auch Linderung bei Erkältungen. Wird der Ingwertee nach den Mahlzeiten getrunken, kommt es zu einer Aktivierung des Stoffwechsels. Bei der Durchführung einer Diät kann der Fettstoffwechsel auf diese Weise beschleunigt werden. Ingwertee kann als Heilmittel angesehen werden. Seine Wurzel enthält verschiedene Mineralien, Vitamine, Scharfstoffe und ätherische Öle.

    Ursprung des Ingwertees

    Ingwer wird seit über 2000 Jahren im östlichen Teil Asiens angebaut. In der asiatischen und indischen Küche hat der Ingwer seinen festen Platz. Bei den Chinesen wird Ingwer nicht nur als Tee getrunken, sondern auch als Zusatz für andere Getränke verwendet, um den Geschmack zu verändern. In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Ingwer als Heilmittel eingesetzt. Die Anwendung der Ingwerwurzel in all ihren Formen blickt auf eine lange Tradition zurück.

    Marokkanischer Tee

    Marokkanischer Tee- Spezialität aus dem Königreich des Westens

    In Marokko gehört der Tee zur Tradition. Daher ist er ein typisches Nationalgetränk, das man vielleicht aus dem Urlaub in Tunesien bereits kennt. Ob morgens, mittags oder abends – der marokkanische Tee ist ein ganz besonderes Getränk, das zu wichtigen, aber auch alltäglichen Ereignissen angeboten wird. Seine Popularität verbreitete sich immer mehr und so hat dieser außergewöhnliche Tee auch Europa erreicht. Auch wenn sich der marokkanische Tee in Deutschland noch nicht zum weit verbreiteten Gesellschaftsgetränk durchgesetzt hat, ist er bei Teekennern sehr wohl bekannt. Er eignet sich für alle Teeliebhaber, Menschen, die gerne etwas Neues ausprobieren würden und alle, die nach der Suche nach einem etwas anderem Geschmack sind.

    Wie wird der marokkanische Tee zubereitet und was braucht man zur Zubereitung?

    Benötigt werden zwei verschiedene Teesorten, nämlich Pfefferminztee und schwarzer Tee. Die Menge richtet sich hierbei nach der gewünschten Portion. Daneben braucht man Kandiszucker und ¾ Liter Wasser. Zu Beginn gießt man 250ml heißes Wasser über den Pfefferminztee – und zwar so, wie man auch einen herkömmlichen Tee zubereiten würde. Danach brüht man den schwarzen Tee mit 500ml Wasser auf. Das Verhältnis von Wasser mit Pfefferminztee, sowie das Verhältnis von Wasser mit schwarzem Tee muss unbedingt eingehalten werden, da sonst der Geschmack weniger gut ist und sich das Aroma nicht so gut entfaltet. Jetzt lässt man die beiden Teesorten solange ziehen, wie es der Packungsaufdruck des Tees empfiehlt.

    Als nächsten Schritt mischt man beide Teesorten und süßt das Gemisch mit dem Kandiszucker. Hat man keinen Kandiszucker im Haus, kann man auch auf andere Süßmittel zurückgreifen, wobei man hier den orientalischen Geschmack verringert.
    Die Herstellung ist einfach und der Arbeitsaufwand beträgt etwa zehn Minuten. Sicherlich gibt es auch weitere spannende Abwandlungen dieses Rezeptes! Fertig ist jetzt der marokkanische Tee!

    Was kann man Gästen als geeignete Beilage servieren?

    Sehr gut eignen sich als Beilage marokkanisches Brot, das den orientalischen Flair verstärkt. Eine gleiche Wirkung haben Msemen – marokkanische, gefüllte Pfannkuchen und Briwat – gefüllte traditionelle Teigtaschen. Aber auch kleine Snacks schmecken gut zu diesem traditionellen Tee. So kann man Kuchen oder Kekse problemlos servieren.

    Masala Chai

    Masala Chai - der indische Gewürztee
    Der Masala Chai ist das Nationalgetränk Indiens. In nahezu jeder Gegend des Landes und zu jeder Uhrzeit wird dieser leckere Gewürztee genossen. Allerdings variieren die Zutaten sowie die Art der Zubereitung von Region zu Region sehr stark. Der Masala Chai wird folglich nicht nach einem speziellen Originalrezept zubereitet. Es ist vielmehr so, dass verschiedene Variationen des Getränkes angeboten werden. Trotz der vielfältigen Zubereitungsweisen basiert der Gewürztee auf einigen grundlegenden Zutaten.

    Die Zutaten des Masala Chai

    Das Heißgetränk wird aus Schwarzem Tee, Wasser, Milch, Süßungsmittel und diversen Gewürzen zubereitet. Als Grundlage sollte der kräftige, würzige sowie schwere Assam Tee dienen. Dazu gesellt sich noch Milch. Vorzugsweise wird hierbei allerdings Vollmilch verwendet. Süßungsmittel können in Form von Honig, Weißen Zucker oder karamellisierten Braunen Zucker dazugegeben werden. Die wichtigsten Gewürze sind Kardamom, Gewürznelken, Ingwer, Pfeffer und Zimt. Es kann aber durchaus sein, dass auch andere Zusatzstoffe, wie Fenchel, Muskatnuss, Mandeln, Vanille sowie Lorbeerblätter, Verwendung finden. Die Zutaten des indischen Tees können einzeln oder auch als schon fertige Mischung gekauft werden.

    Die Zutaten für vier Personen

    - 3 Tassen Wasser
    - 2 Tassen Milch
    - 2 grüne Kardamomkapseln
    - 2 Gewürznelken
    - ½ Teelöffel geriebener Ingwer
    - 1 Prise schwarzer Pfeffer
    - 2 Zimtstangen
    - 3 Esslöffel Zucker oder Honig
    - 3 Teelöffel schwarzer Assam Tee

    Die Zubereitung des Masala Chai

    Zuerst wird das Wasser mit den Gewürzen zum Kochen gebracht. Nach zehn Minuten köcheln bei geringer Hitze, kann der Topf vom Herd genommen werden. Nun sollte die Gewürzmischung noch 3 bis 4 Minuten ziehen. So entfaltet sie ihr Aroma am besten. Als nächstes kann die Milch und das Süßungsmittel hinzugegeben werden. Das ganze muss nun noch einmal kurz kochen und wird anschließend vom Herd genommen. Danach wird der Assam Tee dazugegeben und der Topf abgedeckt. Zuletzt sollte die Mischung noch 4 bis 5 Minuten ziehen, bevor sie durch einen Filter abgegossen wird.

    Die Wirkung des Masala Chai

    Neben den Eigenschaften des Assam Tees (Bakterien hemmend, Abwehrkräfte steigernd, Kreislauf anregend) wirken vor allem die Gewürze gesundheitsfördernd. Der Masala Chai gilt daher als ayurvedisches Getränk, das besonders bei Magen-Darm Beschwerden, Erkältungskrankheiten und Entzündungen eingesetzt werden kann. Weiterhin soll er krampflösende und schmerzstillende Eigenschaften besitzen.

    Matcha Tee

    Zubereitung des Matcha Tees

    Matcha Tee ist ein grüner, pulverisierter Tee, der aufgrund einer speziellen und aufwendigen Herstellungsart mit zu den edelsten sowie teuersten grünen Teesorten zählt. Vor der Ernte werden die Blätter der Teepflanzen abgedeckt, um sie vor einer zu hohen Sonneneinstrahlung zu schützen. Dadurch wird die Bildung besonders vieler Chlorophylle möglich. Nach etwa drei Wochen werden die Teeknospen gedämpft, getrocknet und mit Steinmühlen zu Pulver zermalen. Das Pulver hat eine sehr intensive grüne Farbe, weil diese natürliche Farbe der Blätter durch die besondere Form der Behandlung der Teeblätter erhalten bleibt. Das Matcha Pulver sollte nicht lange gelagert, sondern möglichst zügig aufgebraucht werden, da es nicht sehr lange frisch bleibt (nach Öffnen der Dose am besten im Kühlschrank aufbewahren).

    Um einen guten Matcha Tee zuzubereiten, benötigt man eine Matcha-Schale (sie ist etwas geräumiger als andere Teeschalen), 1,5-2 Gramm Teepulver und einen kleinen Bambusbesen, den man “Chasen” nennt. Zunächst wird das Pulver mit 3 Tropfen kaltem Wasser zu einem Brei verrührt. Es sollten keine Klümpchen mehr zu sehen sein. Dann werden 70 ml Wasser (80 Grad) mit dem Bambusbesen in der Schale “geschlagen”. Der Tee gilt traditionell dann als besonders gelungen, wenn sich viel Schaum in der Schale gebildet hat.

    Wirkung des Matcha Tees

    Matcha Tee enthält viele Aminosäuren, Catechine, Alkaloide (halten den Geist lange und angenehm wach), Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Japanische Forscher haben herausgefunden, dass insbesondere die Catechine den Fettabbau im Körper fördern. Andere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass der Genuss des Tees, wenn man ihn täglich trinkt, aufgrund seiner reichhaltigen Zusammensetzung gesundheitsfördernd sein soll. So wurde auf eine günstige Wirkung des Tees auf zu hohen Blutdruck hingewiesen. Zudem sagt man dem Tee eine entschlackende Eigenschaft nach, welche bestimmte Bakterien und Viren erfolgreich bekämpfen soll.

    Ursprung des Matcha Tees

    Matcha Tee stammt ursprünglich aus China, wird aber seit dem 12.Jahrhundert in Japan angebaut. Seit dieser Zeit wird besonders guter Matcha Tee zur Durchführung buddhistischer Teezeremonien verwendet. Der zeremonielle “Teeweg” (Chado) bietet durch sein besonderes Ritual eine Ruhepause im hektischen Alltag. Die Mönche in den buddhistischen Klöstern tranken auch im Alltag den Matcha Tee, weil er ihnen in besonders wirksamer Weise half, die langen Meditationsabläufe wach durchzustehen. Die Aristokraten und Samurai verwenden den Matcha Tee schon früh als Medizin.

    Olong Tee

    Der Olong Tee ist ein chinesischer Tee, der zwischen dem grünen und schwarzen Tee liegt. Olong bedeutet soviel wie „Schwarzer Drachen“ oder „Schwarze Schlange“.

    Zubereitung von Olong Tee:
    Der Olong Tee kann wie grüner Tee zubereitet werden. Eine andere, bessere Methode ist, die Teeblätter mit nicht mehr sprudelndem, aber heißem Wasser aufzubrühen, dann das entstandene Teewasser sofort in eine andere Kanne umzugießen und die Blätter ein bis zwei Minuten feucht „ruhen“ zu lassen. Anschließend das noch heiße Wasser zurück geben und den Tee noch einmal ungefähr vier Minuten ziehen lassen. Jetzt wird der Tee in die Teekanne umgegossen und kann genossen werden. Die Teeblätter sollen auf keinen Fall in der Teekanne bleiben. Bei Verwendung eines guten Olong Tees kann dieser Prozess mit denselben Teeblättern durchaus zwei bis drei Mal wiederholt werden.

    Wirkung von Olong Tee:
    Die gesundheitsfördernde Wirkung des Tees ist in China bereits seit Jahrtausenden bekannt und wird in der traditionellen chinesischen Medizin bis in die Gegenwart genutzt. Heute gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, die diese Wirkungen nachweisen. Eine Studie aus Taiwan belegte, dass regelmäßiges Trinken insbesondere des Olong Tees dem Bluthochdruck und allen damit verbundenen Krankheiten vorbeugt und sie gar heilen kann. Russische Wissenschaftler fanden heraus, dass der Olong Tee auch Vitamin P enthält, das die Festigkeit der Kapillargefäße fördert. Weiter wird dem Olong Tee nachgesagt, dass er zum Beispiel Krebs heilen und das Altern bremsen soll, dass er gegen Karies hilft, der Arteriosklerose vorbeugt, einen Gehirnschlag verhindert, hohe Cholesterinspiegel senken und bei radioaktivem Niederschlag den Körper entgiften kann. Untersuchungen in China ergaben, dass durch das Trinken größerer Mengen des Olong Tees die Sterblichkeit bei Lungenkrebs abnahm. Eine weitere sehr angenehme Wirkung des Olong Tees ist seine Fähigkeit, die Fette, die durch die Nahrung aufgenommen wurden, zu binden, was nicht nur zur oben genannten Senkung des Cholesterin-Spiegels, sondern auch zur Gewichtsabnahme führen kann.

    Je mehr Olong Tee täglich getrunken wird, desto besser sind die erzielten Ergebnisse für die Gesundheit. Bei 120 ml Olong Tee täglich ist die Wirkung bereits messbar, und bei 600 ml täglich ist die Wirkung enorm und dauerhaft.

    Vor allem ist es ein Genuss, Olong Tee zu trinken.

    Pu ehr Tee

    Zubereitung des Pu Ehr Tees

    Für die Zubereitung dieses hochklassigen Tees benötigen sie etwa einen Teelöffel Pu Ehr Tee pro Tasse, der mit kochendem Wasser übergossen wird und anschließend etwa zwei bis fünf Minuten ziehen muss. Die Länge bezieht sich hierbei auf die gewünschte Stärke und das anschließende Aroma des Tees. Der besondere Clou bei dieser Tee-Art ist die Tatsache, dass seine Teeblätter mehrfach, in der Regel zwei bis drei mal, aufgießbar sind, ohne an Geschmack zu verlieren. Je nach Qualität der Teeblätter lässt sich die Anzahl der möglichen Aufgüsse noch nach oben hin steigern. Verfeinert werden kann dieser Tee vor dem Genuss noch mit diversen Arten von Honig oder Zucker. Auch Ahornsirup dient hier als oft gewählte und sehr beliebte Verfeinerung.

    Aufbewahrung des Pu Ehr Tees

    Bei einer sehr hochwertigen Ausführung des Pu Ehr Tees sollte unbedingt auf die richtige Lagerung geachtet werden. Direkte Sonnenstrahlung sollte hierbei unbedingt vermieden werden, andernfalls verliert er schnell sein Aroma. Ebenfalls sollte vermieden werden, den Tee in der Nähe von intensiv duftenden Lebensmitteln zu lagern. Wird der Tee in einem luftdichten Behälter aufbewahrt, verhindert dies seine weitere Entfaltung und kann je nach Qualitätsstufe des Tees dessen Qualität vermindern. Als idealer Lagerort für Pu Ehr Tee wird ein Keramikbehältnis empfohlen, welches mit einem dünnen Baumwolltuch abgedeckt wird und dafür sorgt, daß der Tee genügend Luft bekommt und dennoch vor Fremdeinwirkungen wie zum Beispiel Staub geschützt ist.

    Besonderheiten des Pu Ehr Tees

    Pu Ehr Tee wird als eines der gesündesten Getränke der Welt aufgezählt, wobei dies nur für seine klassische Form gilt und nicht für die vielen auf dem Markt erhältlichen Arznei-Präparate. Ähnlich wie bei einem guten Wein gilt auch für diese Teeart die Devise: Je älter der Tee, um so intensiver sein Geschmack. Diese Regel bezieht sich auch auf seinen Verkaufspreis.

    Genau wie schwarzer oder auch grüner Tee wird der Pu Ehr Tee aus der Tee-Pflanze Camellia sinensis gewonnen, einer Unterart des Teestrauches, welcher auch als Qingmao bezeichnet wird. Der Tee erhielt seinen Namen durch seinen Anbauort, der Stadt Pu’er in der chinesischen Provinz Yunnan. Auch heute befinden sich in diesem einzigartigen klimatischen Umfeld bis zu über 800 Jahre alte Teebäume, aus denen der Pu Ehr Tee gewonnen wird.

    Roibuschtee

    Roibuschtee - Wohlschmeckend und heilend

    Zubereitung und Genuss von Roibuschtee
    Roibuschtee gibt es mittlerweile in vielen Geschmacksrichtungen, so dass für jeden das Richtige dabei sein dürfte. Nach einer Ziehzeit von fünf bis zehn Minuten hat er seinen vollen Geschmack entfaltet und ist genau richtig zum Verzehr. Im Gegensatz zu anderen Tees kann man ihn aber auch getrost über den Tag stehen lassen und genauso kalt als Erfrischung trinken. Da dieser Tee - wie bereits erwähnt - koffeinfrei ist, kann er zu jeder Tages- und Nachtzeit konsumiert und bedenkenlos auch in größeren Mengen zu sich genommen werden. Er ist ein ausgezeichneter Durstlöscher und abends Entspannungs- und Schlafmittel. Und wenn man diesem dann noch einen Schuss Orangensaft oder Zitrone beifügt, ist er gerade für Kinder eine wohlschmeckende Alternative zu ungesunden, süssen Säften.

    Wirkung von Roibuschtee

    Er ist milder als Schwarztee oder Kaffee und gerade deshalb für Menschen mit einem empfindlichen Magen besonders geeignet. Roibuschtee wirkt sich positiv bei der Bekämpfung von Allergien, Ekzemen und Asthma aus. Auch kann man durch den regelmäßigen Genuss dieses Tees Karies vorbeugen, denn er enthält in seinen Blättern Fluor. Daneben beherbergt er in seinem Inneren noch ätherische Öle, Magnesium, Eisen, Vitamin C und eine ganze Menge weiterer gesunder Inhaltsstoffe. Dem Rotbuschtee wird vieles nachgesagt. So schreibt man ihm nicht nur antibakterielle und heilende Wirkung bei vielerlei Krankheiten zu. Er soll sogar bei Herzproblemen positiv wirken, denn er senkt nachweislich den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel und hat positive Auswirkung auf die Fließeigenschaften des Blutes.  Aber in erster Linie ist er wohl einfach nur ein gut schmeckendes Getränk. Roibuschtee ist natürlich kein Ersatz für eine Medizin. Wir übernehmen auch keine Gewähr für die Wirkung dieses Tees, sondern möchten Ihnen lediglich die möglichen Vorzüge dieses Tees darstellen.

    Herkunft des Roibuschtees

    Roibuschtee ist bekömmlich. Das wissen die meisten. Weniger bekannt ist, dass er auch Heilkräfte besitzt.  So soll er nicht nur entspannend, sondern auch krampflösend und tonisierend wirken, bei Magenbeschwerden und Heuschnupfen helfen und sogar Alterserscheinungen (Anti-Aging) vorbeugen. Grund dafür ist sicher, dass er wegen seines fehlenden Coffein-Gehaltes nicht entwässert. Sein wissenschaftlicher Name ist Aspalathus linearis. Bei uns ist er volkstümlich als Roibusch- oder Rotbuschtee bekannt. Die Afrikaner aber nennen ihn "Weisse Massai". Diese etwa einen Meter hohe Pflanze benötigt achtzehn Monate Reifezeit, bis sie endlich geerntet werden kann. Und dann ist sie eigentlich grün. Erst eine spezielle Verarbeitungstechnologie bewirkt, dass sie sich rot verfärbt. Das Nationalgetränk der Südafrikaner ist in den letzten Jahren in unseren Breiten immer beliebter geworden.

    Schwarzer Tee

    Herkunft des schwarzen Tees

    Schwarzer Tee, auch als Schwarztee oder in Ostasien auch als roter Tee benannt, bezeichnet eine bestimmte Art der Teeherstellung. Hierbei werden - im Vergleich zum grünen Tee- die Teeblätter fermentiert (das bedeutet, ein biologisches Material wird mit Hilfe von Pilz- oder Bakterienkulturen oder aber durch die Beigabe von Enzymen umgesetzt). Der Unterschied zum grünen Tee besteht, außer in der Zubereitung, noch in seinen Inhaltsstoffen, in der Wirkung und natürlich in seinem Geschmack.

    Zubereitung des schwarzen Tees:

    Schwarztee lässt sich auf auf verschiedene Art und Weise servieren. Zum einen wird er natürlich in einer Kanne oder Tasse mit kochendem Wasser aufgebrüht. Je nachdem ob, Sie einen Teebeutel oder loses Blattwerk verwenden müssen Sie natürlich auf die Mengenangaben auf der Verpackung achten. Gewöhnlich verwendet man einen Beutel Schwarztee auf eine Tasse und drei Beute für eine Kanne Tee. Nach etwa 5 bis 7 Minuten können Sie den Teebeutel entfernen. Dabei ist ein kurz gebrühter Tee stärker als ein länger gebrühter Tee. Der Tee nimmt lediglich an Geschmacksintensität zu je länger er brüht. Schwarztee kann gezuckert serviert werden. Je nach Geschmack trinkt man ihn ohne Zusatz oder kann  natürlich einen Schuss Milch oder Zitrone beigeben.

    Herstellung von schwarzem Tee:

    Die frisch gepflückten Teeblätter werden zum Welken in gut belüfteten Weidenkörben gelagert, später werden sie gerollt, damit die Zellwände aufbrechen und die ätherischen Öle freigesetzt werden. Bei einer konstanten, feuchtwarmen Temperatur von 30° C entsteht bei der Fermentation der typische Geschmack. Um diesen zu erhalten, werden die Blätter im Anschluss bei 85° C ca. 20 min getrocknet.

    Geschichte des schwarzen Tees:

    Lange Zeit importierte Holland grünen Tee aus China. Auch die Briten fanden Gefallen daran und stiegen in den Teehandel mit den Chinesen ein. Sie pflanzten schließlich Teeplantagen in den britischen Kolonien ( Indien, Sri Lanka und Afrika) an. Hier wurde, im Vergleich zum grünen Tee der Chinesen, überwiegend Schwarzer Tee produziert, um sich auf der einen Seite von China zu differenzieren, aber auch wegen des europäischen Geschmacks. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts gelangte diese Teesorte auch nach Deutschland. Die Trinkgewohnheiten unterscheiden sich von Land zu Land, dennoch wird heute in der westlichen Welt eher Schwarzer Tee bevorzugt.

    • Die afrikanischen und südamerikanischen Länder, Indien und Ceylon stellen hauptsächlich Schwarzen Tee her. Im Gegensatz zu China und Japan, die ausschließlich grünen Tee herstellen. Die bekanntesten Teesorten sind:
    • Assam: Das tropisch feuchte Klima in Assam, ein nordöstlicher Bundesstaat in Indien, ist besonders gut für Teeanbau geeignet. Darum gibt es hier auch das größte Teeanbaugebiet der Welt.
    • Darjeeling: Die Teepflanzen wachsen hier an den Ausläufern des Himalaya in mildem, subtropischen Klima. Wegen der Hanglage in 800 -2000 Metern Höhe, ist der Anbau sehr schwierig.
    • Sri Lanka: Sri Lanka ist ist der viertgrößte Teeproduzent von dessen Ertrag der Großteil exportiert wird. Der sogenannte Ceylon- Tee schmeckt sehr stark und wächst in Höhen von 1500- 2200 Metern.

    Türkischer Tee

    Zubereitung des türkischen Tees

    Die Zubereitung von türkischem Tee unterscheidet sich maßgebend von der Herstellung herkömmlicher Teesorten. Hält man sich an das Originalrezept, so benötigt man eine türkische Teekanne, welche aus zwei aufeinander passenden Kannen besteht, einer großen unteren, sowie einer kleinen oberen Kanne.  Letztere wird hierbei als Demlik bezeichnet, die größere Kanne nennt man Caydanlık.

    Die untere Kanne dient dazu, um das Wasser auf einer Herdplatte zu erhitzen, während in der oberen Kanne der eigentliche Tee hergestellt wird. Die Teeblätter werden hierzu in die kleine Kanne gelegt und mit kaltem Wasser ausgespült. Nach einigen Minuten entfernt man das Wasser und legt die durchnässten Teeblätter zurück in die obere Kanne. Sobald das Wasser in der unteren Kanne anfängt zu kochen, wird ein Teil davon in die obere Kanne umgefüllt. Das nun fehlende Wasser in der unteren Kanne wird wieder hinzugefügt. Das ganze sollte nun circa 10-15 Minuten ziehen. Der ideale Zeitpunkt für den Abschluss der Prozedur ist erreicht, wenn sich die Teeblätter in der oberen Kanne auf dem Boden abgesetzt haben. Beim Einschenken des Tees sollte ein Teesieb verwendet werden, um kleine Rückstände der Teeblätter aufzufangen.

    Der Tee ist nun fertig zum Verzehr, wird allerdings nicht pur getrunken, sondern mit dem heissen Wasser aus der unteren Kanne verdünnt. Die zugegebene Menge an heißem Wasser unterliegt dem persönlichen Geschmack des Konsumenten. Zum süßen werden sowohl brauner, als auch weisser Zucker oder aber Honig verwendet. Weitere Komponenten wie Zimt, Ingwer oder Nelken bieten sich ebenfalls sehr gut als Gewürze für türkischen Tee an.

    Wirkung des türkischen Tees

    Türkischer Tee ist sehr aromatisch und trägt aufgrund seiner anregenen Wirkung dazu bei, die Kommunikation untereinander zu fördern. Des weiteren trägt man dem türkischen Tee nach, dass die Teepflanze, aus der er gewonnen wird, unbehandelt und somit frei von Pestiziden ist. Türkischer Tee wird daher als ein sehr reines Getränk angesehen.

    Tradition des türkischen Tees

    Tee hat für die türkische Kultur einen hohen Stellenwert. So bieten Türken Ihren Gästen aufgrund Ihres warmherzigen Wesens und Ihres starken Glaubens stets eine Tasse Tee an, unabhängig davon, ob es sich bei diesen Gästen um Freunde, Nachbarn oder sogar völlig fremden Besucher aus dem Ausland handelt. Die Ablehnung einer solchen Geste wird von dem türkischen Volk als Beleidigung angesehen.

    Weißer Tee

    Zubereitung des weißen Tees

    Weißer Tee ist empfindlich und sollte keinesfalls mit kochendem Wasser aufgebrüht werden, was die wertvollen Inhaltsstoffe zerstören würde. Die ideale Aufgusstemperatur liegt zwischen 70 und 80 Grad Celsius. Da weißer Tee nicht nachbittert, können die Blätter in der Kanne bleiben oder für einen zweiten Aufguss benutzt werden. Ziehen lassen sollte man den Tee, je nach Geschmack, zwischen einer und fünf Minuten. Weißer Tee enthält mehr Koffein als andere Teesorten und wirkt anregend. Durch den geringen Anteil an Bitterstoffen ist er sehr magenfreundlich.

    Ursprung und Sorten des weißen Tees

    Seinen Namen verdankt weißer Tee der Tatsache, dass er aus den noch ungeöffneten Knospen des Teestrauchs gewonnen wird, die von einem weißen Flaum umgeben sind. Für ein Kilo weißen Tees sind 30.000 Knospen nötig. Weißer Tee ist daher einer der edelsten und teuersten Tees und wird auch als „Kaiser unter den Tees“ bezeichnet. Die Knospen werden handgepflückt und dann getrocknet, wobei lediglich zwei Prozent des Tees „fermentieren“, also die Enzyme im Tee mit Sauerstoff reagieren. Der geringe Fermentationsgrad bewirkt das zarte Aroma des Tees, der blumig und mild schmeckt, sowie seine helle Farbe.

    Am bekanntesten sind die Sorten „Weiße Pfingstrose“ und die hochwertige „Silbernadel“. Diese wird nur aus in der chinesischen Provinz Fujian geernteten Knospen gewonnen, während andere Sorten auch zum Beispiel in Darjeeling, Assam oder auch Kenia produziert werden. Weißen Tee gibt es sowohl lose als auch in Teebeuteln; auch aromatisierte Varianten (beispielsweise mit dem vom Earl Grey bekannten Bergamotte-Öl) werden angeboten.

    Wirkung des weißen Tees

    Dem weißen Tee werden viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, was daran liegt, dass er deutlich mehr Polyphenole enthält als schwarzer und auch grüner Tee. Polyphenole sind aromatische Verbindungen, die das Immunsystem stärken und „freie Radikale“, also zellschädigende Stoffe, bekämpfen sollen. Angeblich soll weißer Tee den Fettabbau in den Zellen fördern – dies ist wissenschaftlich bislang jedoch noch ebenso wenig belegt wie sein blutdrucksenkender Effekt, der ihm allerdings schon im vorchristlichen China nachgesagt wurde. Langfristige Studien zur Wirksamkeit weißen Tees bei vielen Erkrankungen, von Diabetes über Grauen Star bis hin zu Krebs, stehen noch aus. Aber so gesund und bekömmlich weißer Tee auch sein mag: Unsterblich, wie im alten China angenommen, macht er leider sicher nicht.

    Yogi Tee

    Bei Yogi Tee handelt es sich um einen sehr geschmackintensiven ayurvedischen Gewürztee, der lose und auch in Teebeuteln im Handel erhältlich ist. Ursprünglich kommt dieser Tee aus Indien und wurde erst in den 60iger Jahren auch in Deutschland bekannt. Bei der Zubereitung von losem Yogi Tee sollte dieser, äußerst sparsam verwendet werden. Der Yogi Tee, der in Teebeuteln angeboten wird, zeichnet sich durch ein spürbar milderes Aroma aus. Bei der Zubereitung dieses Tees sollten auf alle Fälle die Informationen des Herstellers beachtet werden, damit die individuelle Geschmacksentfaltung garantiert werden kann. Yogi Tee kann kalt und heiß getrunken werden und schmeckt zu jeder Tageszeit erfrischend.
    Die Zubereitung unterscheidet sich von keinem anderen Tee, denn auch Yogi Tee entfaltet sein volles Aroma nur, wenn er mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen wird. Einigen Teeliebhabern schmeckt Yogi Tee besonders gut, der mit Zucker oder auch etwas Milch serviert wird.

    Der eigentlich klassische Yogi Tee besteht aus einer Gewürzmischung, die aus Nelken, Ingwer, Zimt, schwarzem Pfeffer und Kardamom, besteht. Er enthält keine Anteile von schwarzem oder grünem Tee. Da die Nachfrage nach diesem sehr geschmacksintensiven Tee ständig weiter gestiegen ist, wurden auch ständig weitere Geschmackskompositionen entwickelt. So werden im Handel außer dem klassischen Yogi Tee auch Mischungen angeboten, in denen Koriander, Anis, Zichorienwurzel oder sogar Kakao enthalten sind. Laut Schätzungen sind derzeit etwa 50 verschiedene Yogi Tee Geschmacksrichtungen erhältlich. Alle diese Teemischungen zeichnen sich durch ihre beruhigenden und gleichzeitig belebenden Eigenschaften, sowie eine einzigartigen Geschmack aus. Die ayurvedischen Yogi Teemischungen schenken neue Energie, fördern den Stoffwechsel durch reinigende Effekte und gelten als ideale Tees zur Entspannung in allen Alltagssituationen.

    Als die eigentliche Grundlage von Yogi Tee gilt Ayurveda. Ayurveda steht für eine ausgeglichene Balance im Leben die durch eine bewusste Lebensführung und Ernährung im Zusammenspiel mit Yoga erreicht wird. Der klassische Yogi Tee enthält keinerlei Bestandteile von Teepflanzen, sondern besteht nur aus Gewürzen. Auf Grund dieser Verdauungsanregenden Wirkstoffe, entfaltet Yogi Tee seine besonders wohltuende Wirkung auf das körperliche Wohlbefinden und kann auch von Kindern getrunken werden.

    Zimttee

    Zubereitung von Zimttee
    Wenn man von Zimt spricht, denkt jeder Mensch in erster Linie an Gebäck oder Süßigkeiten, aber das man aus Zimt auch Tee machen kann wissen nur die Wenigsten. Dabei ist es ganz leicht und billig Zimttee zuzubereiten. Man braucht dafür lediglich Wasser und Zimt. Die Zubereitung ist für jeder Mann keine schwierige Aufgabe. Als erstes zerkleinert man Zimtstangen, so dass man etwa zwei gehäufte Teelöffel zur Verfügung hat. Diese werden einfach mit kochendem Wasser übergossen. Danach muss man den Tee ungefähr 10 bis 30 Minuten ziehen lassen, bevor man ihn absieben und trinken kann. Natürlich gibt es auch andere Wege den Tee zuzubereiten. Beispielsweise kann man die Zimtstangen auch vorher in der Pfanne an rösten, umso einen effektiveren Geschmack zu erzielen. Am besten man den Zimttee nach dem Aufstehen, vor dem Schlafengehen oder eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit.

    Wirkung von Zimttee

    Die Wirkung von Zimttee ist bemerkenswert. Der Tee soll nicht nur unser Immunsystem stärken, sondern auch antibakteriell wirken. Er kann auch bei den meisten Erkältungssymptomen wie Husten, Heiserkeit oder Fieber getrunken werden. Auch die Senkung des Blutzuckers wird durch Zimttee vorangetrieben und unterstützt so die Behandlung von Diabetes wenn man ihn regelmäßig trinkt.

    Ursprung des Zimttees

    Zimt an sich ist eines der ältesten Gewürze die bekanntermaßen verwendet wurden. In China soll es Zimt bereits schon 3000 v. Chr. gegeben haben und diente dort hauptsächlich als Heilmittel.Durch die Seltenheit und Effektivität von Zimt, war das Gewürz besonders zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert sehr teuer und kostbar. Heute ist Zimt praktisch in jedem Haushalt zu finden und es ist schon fast undenkbar es nicht im Gewürzregal stehen zu haben. In der Heilkunde allerdings wird Zimt heute nicht mehr verwendet, da man nun andere Möglichkeiten hat Krankheiten zu behandeln. Doch damals nutzte man das was man hatte und man legte großen Wert darauf mit Zimt zu arbeiten.

    Da es sich rumgesprochen hat, dass Zimttee gesundheitsfördernd und lecker ist, wird er in Deutschland immer beliebter und öfter getrunken. Gerade in den kalten Jahreszeiten ist er richtig wohltuend und erzielt eine gemütliche innere Wärme.

    gelber Tee

    Zur Zubereitung gelben Tees darf kein sprudelnd kochendes Wasser verwendet werden. Die optimale abgekühlte Wassertemperatur liegt bei 80°C. Ein gestrichener Esslöffel loser gelber Tee (entspricht 2 g) wird mit einer Wassermenge von etwa 150 ml übergossen. Gelber Tee kann bis zu viermal aufgegossen werden. Beim ersten Aufbrühen sollte der Tee zwei Minuten ziehen. Beim zweiten Aufguss soll der Tee nur eine Minute ziehen, während der Tee beim zweiten und dritten Aufguss zwei bis vier Minuten ziehen kann.

    Die Hauptwirkstoffe im gelben Tee sind sekundäre Pflanzenstoffe, die sogenannten Polyphenole. Sie gehören zur Gruppe der Antioxidantien, der eine Schutzwirkung vor Umweltbelastungen und den „Freien Radikalen“ zugeschrieben wird. Freie Radikale sind extrem aggressive Stoffe, die den Organismus nachhaltig schädigen. Je nach Sorte unterscheiden sich die Wirkweisen und Eigenschaften des gelben Tees. So ist Kekecha-Tee besonders koffeinarm, Huang Da Cha-Tee hingegen fördert die Verdauung.

    Grundsätzlich ist gelber Tee nur in wenigen Sorten erhältlich. Die bekanntesten klassischen Sorten sind Kekecha, Huang Da Cha, Yun Shan Yin Zhen und Yellow Needle Yunnan. Außerdem werden noch einige aromatisierte Varianten angeboten – z. B. Granatapfel-Cranberry, Pfirsich oder Zitrone-Ingwer.

    Gelber und grüner Tee wird aus der gleichen Pflanze gewonnen und nicht fermentiert, unterscheiden sich aber im Herstellungsprozess. Für den gelben Tee werden im Unterschied zum grünen Tee ausschließlich sehr jung, zarte Blätter geerntet. Diese werden erntefrisch weiterverarbeitet. Nach dem Erhitzen werden sie nicht sofort getrocknet, sondern ruhen zunächst für einen gewissen Zeitraum. Wertvolle Inhaltsstoffe bleiben dadurch weitgehend erhalten. Dieses sanfte und relativ zeitintensive Trockenverfahren verleiht dem Tee außerdem seine typische gelbe Farbe und ein leicht süßliches, mildes Aroma. Der Geschmack gelben Tees wird von vielen Teeliebhabern geschätzt, weil er feiner und weniger herb ist als der seines grünen Verwandten. Das Herstellungsverfahren erfordert einen hohen Aufwand, was sich auf den Preis auswirkt: Gelber Tee zählt zu den exklusiven und hochpreisigen Sorten.

    Gelber Tee ist im Gegensatz zum grünen oder weißen Tee eine in Europa bisher noch relativ unbekannte Teevariante. In seinem Herkunftsland China hingegen blickt er auf eine langjährige, teilweise buddhistische Tradition zurück.

     

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