Welche Heizung passt zu mir?

  • Bytom
    In Technik,
    Jan 29, 2016
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    Nun zum Thema Heizung und Heizungsarten gibt es nicht viel zu schreiben, dennoch möchte ich kurz einige Heizungen vorstellen. Die gewöhnlichen Heizungen werden mittels Heizkörper an der Wand umgesetzt. Dabei durchläuft in einem Kreislauf ca 60°-70°heißes Wasser den Heizkörper und erwärmt den Raum. Beim gewöhnlichen Heizkörper beruht das Prinzip darauf, dass der Heizkörper sich am Fenster befindet. Dadurch wird kalte einströmende Luft sofort erwärmt und sorgt für eine ausgewogene Zurkulation der Luft im Raum. Die Fußbodenheizung befindet sich im Niedertemperaturbereich. D.h. hier muß das Wasser zum Beheizen der Wohnfläche nicht so heiß sein. Schon 40° C langen aus, um den Boden warm zu halten. Der Boden sollte begehbar sein und nicht als übermäßig warm empfunden werden, sonst ist die Fußbodenheizung zu warm eingestellt. Als Folge können die Füße aufgehen und Kreislaufschäden verursachen. Die Fußbodenheizung funktioniert im Prinzip so, dass die kalte, absteigende Luft am Boden wieder erwärmt wird und nach oben steigt. Auch hier finden wir wieder den berümten Kalt-Warm Kreislauf. Auch hier zirkuliert die Luft im Raum. Andere Varianten der Heizungen sind noch Wandheizungen. D.h. in dem Fall sind die Heizungen direkt in der Wand eingebaut und die walten Wände dienen als Heizinstrument. Auch Deckenheizungen sind möglich, dabei wird die Wärme praktisch von oben auf die Möbel ausgestrahlt und so eine behagliche Wärme erzugt. Für uns kam nur eine Fußbodenheizung in Frage. Konventionelle Heizkörper sind bei dem Einsatz einer Wärmepumpe nicht möglich, daher bietet sich diese Alternative für uns nahezu an.

    Designheizkörper

    In unseren Breiten wird sich an der Tatsache in den nächsten Jahrzehnten nicht viel daran ändern, dass wir unsere Wohn- und Arbeitsräume, öffentliche Einrichtungen, Büros und Praxen in der kalten Jahreszeit heizen müssen. Neben den neueren Methoden wie Fuß- und Wandheizungen die versteckt unter Putz liegen, gibt es immer noch die Variante der sichtbaren Heizkörper. Als Designheizkörper bezeichnet man heute alle Heizkörper die entweder auf Kundenwunsch individuell angefertigt werden oder auch schon alle Modelle die nicht mehr der klassischen Form des meist gelblich weisen Gussheizkörpers entsprechen. Es gibt Designheizkörper in fast jeder Art und Weise, in allen erdenklichen Farben und Größen.

    Der Einsatz in Bad und WC, meist als Handtuchhalter, ist wohl die häufigste Form in der wir einen Designheizkörper wiederfinden. Da in den letzten Jahren neue Akzente bei der Modernisierung oder beim Neubau des Badezimmers gesetzt wurden, erhielt auch der Heizkörper eine wichtige Rolle in Bezug auf die Einrichtung der Nasszelle. Galt das Badezimmer noch vor zwei Jahrzehnten als Taburaum für Fremde oder Gäste des Hauses, so ist das Bad heute die private Wellnessoase der Familie und soll auch von anderen bewundert werden. Dabei bietet der heutige Designheizkörper, vor allem durch die neuesten Technologien der Industrie, ein fast unerschöpfliches Potenzial an Variantenreichtum bei der Kreation eines Heizkörpers. Die Röhren sind schlanker geworden, der ganze Aufbau flacher und die Wärmeabgabe und Speicherung derselben in hohem Maß effizienter als noch vor einigen Jahren. Ob nun raum hoch, als Handtuchhalter, an eine bestehende Ecke angeschmiegt oder als flache unscheinbare Wand die das Dekor der Fliesen im Hintergrund imitiert, vielleicht auch mit einem Spiegel verziert, dem Einfallsreichtum von Produktentwicklern sind keine Grenzen gesetzt.

    Aber auch in anderen Räumen kann der Designheizkörper zum Blickfang werden. So bieten hier die flachen Varianten neue Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf Farbe und Form. Wählt man die klassische Form des Röhrenheizkörpers, und somit eine kostengünstige, kann durch den Einsatz von Farbe der Designheizkörper so unscheinbar wie möglich gehalten werden oder man versucht Akzente zu schaffen, geschieht dies häufig durch auffallende Farben die sich deutlich vom Hintergrund absetzen. Aber nicht nur moderne, sich anpassende Formen stehen heute im Mittelpunkt. Freunde des Retrolooks werden die Spiralheizkörper faszinieren die an längst vergangene Eisenbahnheizungen unter den Sitzen erinnern.
    Abschließend kann man sagen der Phantasie von Kunden, Designern und auch Geldbeuteln ist keine Grenze gesetzt. Aufgrund der umfangreichen Möglichkeiten Designheizkörper schnell und variabel herzustellen, ist der Wunsch nach einem Unikat, auch für den Normalbürger erschwinglich.

    Niedertemperatur- Heizkörper

    Als Niedertemperatur- Heizkörper werden die modernen Plattenheizkörper bezeichnet. Steht eine Sanierung der Heizungsanlage an, wird gern auf diese Art von Heizkörpern zurück gegriffen. Sie haben gegenüber die älteren Röhrenheizkörpern viele Vorteile.
    Niedertemperatur-Heizikörper
    Niedertemperatur- Heizkörper brauchen durch ihre flache Bauweise weniger Platz. Die Wärmeabgabe erfolgt bei Niedertemperatur- Heizkörpern mittels eingebauter Leitbleche. Die Ventilgarnitur ist bereits wahlweise rechts oder links im Heizkörper integriert. Außerhalb des Heizkörpers befinden sich nur noch das Thermostat und die Anschlüsse für die Heizungsrohre. Durch die geringe Tiefe und die Auswahl an Formen fügen sich Niedertemperatur- Heizkörper optimal in das vorhandene Wohnambiente ein. Niedertemperatur- Heizkörper können zugleich ein Design- Objekt sein.

    Die neue Heizkörpergeneration hat auch in punkto Energieeinsparung die Nase vorn. Sie benötigen gegenüber herkömmlichen Heizkörpern zwischen 15 Prozent und 30 Prozent weniger Energie. Der Energieverlust im Röhrensystem entfällt. Für herkömmliche Röhrenheizkörper musste das Wasser im Heizkessel bis auf 90 Grad für das beheizen der Räume erwärmt werden. Bei Niedertemperatur- Heizkörpern genügen bereits 55 Grad Wassertemperatur im Vorlauf, um eine behagliche Wärme zu erzielen. Die Bezeichnung „Niedertemperatur- Heizkörper“ bezieht sich auf ebendiese niederen Temperaturen der Wassererwärmung.

    Niedertemperatur- Heizkörper sind in der Lage schneller auf Veränderungen am Heizkörperventil zu reagieren. Während bei Röhrenheizkörper das Aufwärmen oder der Abbau von Wärme Zeit in Anspruch nimmt, kann die neue Heizkörpergeneration Wärme schneller abgeben und auch das Aufheizen des Heizkörpers geht schneller von statten. Durch die spezielle Bauweise kann auch der Wasserverbrauch mit den neuen Heizkörpern gesenkt werden. Niedertemperatur- Heizkörper sind derzeit oft für Normal- und Niedrigtemperaturbetrieb ausgelegt. So können bei einer Sanierung der Heizung die Heizkörper zuerst ausgetauscht werden. Eine Erneuerung des Heizkessels kann später erfolgen. Die Größe und somit die Wärmeleistung der neu eingebauten Heizkörper wird jedoch nach dem noch nachzurüstenden Heizkessel berechnet.

    Mit steigender Größe des Niedertemperatur- Heizkörpers nimmt die Wärmeleistung zu. Ein Nachteil dabei ist, je größer der Heizkörper, mit desto mehr Kosten schlägt er zu Buche. Niedertemperatur Heizkörper können aus profiliertem Stahlblech oder Aluminium bestehen. Aluminium leitet die Wärme besser als Stahl. Seine Wärmeleitfähigkeit beträgt 200 W/mk (Watt pro Meter und Kelvin). Die Wärmeleitfähigkeit von Stahl liegt bei 40 W/mk. Ein Aluminium- Niedertemperatur- Heizköper eignet sich deshalb für heizungsunterstützende Solaranlagen, Holzkessel und Wärmepumpen. Ein Niedertemperatur- Heizkörper kann als Bestandteil moderner Heizungsanlagen bezeichnet werden.

    Die Wärmepumpe

    Bei der Planung des Hauses wollten wir beim Heizsystem umbedingt von Ölheizungen und Gasheizungen wegkommen. Es sollte ein Heizsystem her, das zukunftsorientiert ist. Die Wasserpumpe ist kein neues Heizsystem, jedoch ist sie aufgrund der steigenden Öl- und Gaspreise eine gute Alternative und stark im Kommen. Im Prinzip gibt es drei verschiedene Wärmepumpenarten.

    Wärmepumpe

    Zuerst kann die Luftwärmepumpe genannt werden. Diese gewinnt aus der Umgebungsluft Abwärme, welche zum Beheizen gebraucht wird. Das Prinzip ist auch bei den anderen Wärmepumpen das gleiche. Abwärme wird gewonnen und so kompensiert, dass eine Temperatur von ca. 60 ° C gewonnen wird. Nun gibt es noch die Wasserwärmepume, bei der ein Brunnen in den Boden gebort wird und das Grundwasser angezapft wird. Hier kann bis zu 15 m tief gebort werden, ein tieferes Grundwasser ist hierfür nicht geeignet. Dann gibt es noch die Wärmepumpen, die aus dem Boden Wärme gewinnen. Da unterscheidet man auch zwei Arten - zum einen die Alternative mit Erdkollektoren - ist wie eine Fussbodenmatte, welche im Erdreich bei ca. 1,2 Tiefe verlegt wird. Und zum Anderen gibt es die Erdkollektoren, hier muß man tief ins Erdreich einen ca. 30m langen Schacht ausheben. Dafür ist die Alternative nicht so platzraubend, wie die Erdkollektoren. Die Wärmeumsätzung ist im Vergleich zu einer Ölheizung bei einer Luftwärmepumpe 1/5 bei der Wasser- und Erdwärmepume 1/4. D.h. bei einer Wärmepumpe brauche ich 4 bzw. 5 mal weniger Energie als bei einer Öl- oder Gasheizung. Die Kosten einer Wärmepumpe liegen insgesamt bei ca. 15 bis 20 T€ - komplett mit verlegen der Erdkollekoren etc.

    Pelletsheizung

    Eine weitere Alternative zu Öl- und Gasheizung ist eine Holzpellets-Heizung. Diese Heizungen werden mit so genannten Holzpellets beheizt. Das Prinzip ist denkbar einfach. Aus Holzspann und Holzabfällen der Möbel- und Holzindustrie werden kleine Pellets geformt, die wie kleine Holzwürmchen auschauen.

    Pelletsheizung

    Diese Holzpellets werden in einem Container gelagert und über eine Zufurautomatik in den Ofen transportiert. Beim Verbrennen entsteht kein Ascherest, so das die Pelletsheizungen nicht von der Asche gesäubert werden müssen. Eine Holzpelletsheizung beläuft sich im Preis auf etwa 15 €. Diese Anlagen werden jedoch so wie die Wärmepumpe staatlich gefördert. Holzpellets liegen im Vergleich zum Öl weit unter dem Preis, jedoch ist man auch im Fall der Holzpellets auf Energiestoffe gebunden. Bei einer bundesweiten Umstellung der Öfen auf Holzpellets wäre der Preis weit aus nicht mehr so niedrig und es müsste mit einem Mangel an Holzpellets gerechnet werden. Daher sollte der Umstieg auf Holzpellets gut durchdacht sein.

    Kamin

    Ein offener Kamin ist heutzutage nicht mehr erlaubt. Jeder Kamin muß eine gläserne Abschirmung zum Zimmer haben. Dennoch heizt auch dieser offene glasabgeschirmte Kamin enorm. Als reine Heizung kann ein Kamin natürlich nicht hergenommen werden.

    Kaminofen

    Dafür wäre die Heiztechnik zu umständlich. Dennoch kann ein Kamin mit einem wasserbefüllten Heizkessel kombiniert werden, so, dass der Kamin das Wasser mitbeheizt. Kamine gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen. Da gibt es die Kachelkamine, Steinfasadenkamine oder Kamine mit Stuck aus Gibs oder ähnlichem. Es sind bei dem Kauf eines Kamines keine Grenzen gesetzt. Der Kamin sorgt für behagliche Wärme und ist ein wahrer Hingucker. Daneben finden wir auch die Kachelöfen, die keine offene Feuerstelle haben, sondern rundum verputzt und verkachelt sind. Diese Kachelöfen dienen hauptsächlich dazu sich gemütlich am Kachelofen anzulehnen und aufzuwärmen. Dazu werden spezielle Stitzflächen am Kachelofen angebracht. Aber auch der Raum wird wollig warm beheizt. Also denken Sie auch schon vorab bei der Hausplanung an einen Platz für Ihren Kamin - es wird sich auf jeden Fall lohnen!

    Solaranlage

    Der Öl- und Gaspreis steigt, daher muß der Hausbesitzer mehr für seine Heizung, Warmwasser aber auch Strom zahlen. Eine thermische Solaranlage auf dem eigenen Hausdach kann hier Abhilfe schaffen.

    Solaranlage

    Mit dieser bewährten Technologie wierd durch die Sonne heißes Wasser erzeugt, welches anschließend für Heizung und Warmwasseraufbereitung verwendet werden kann. Gegen hohe Strompreise kann eine Solarstromanlage, die durch Einspeisung des erzeugten Stroms eine gute Rendite erzielt. Diese Alternative Stromanlage auf dem Dach ist jedoch eher eine gute Rediteanlage, da durch den erwirtschafteten Strompreis der Kauf der Solaranlage abgezahlt werden soll und oben drein noch Überschußeinnahmen erwirtschaftet werden. Doch zurück zur Wasseraufbereitung. Eine Warmwasseranlage auf dem Dach kann 70 % des Warmwasserbedarfs decken. Die Solaranlage auf dem Dach funktioniert in der Regel bei Helligkeit und Tageslicht. D.h. in den kalten und dunkleren Wintermonaten muß auf jeden Fall zugeheizt werden. Als Ergänzung zu bestehenden Öl- und Gasheizungen ist es eine gute Zusatzalternative. Der Kostenpunkt beläuft sie je nach Größe der Anlage zwischen 3 bis 10 €.

    Quelle Fotos: pixabay.com
     

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