Gartenarbeit nach dem Mondkalender

  • Bytom
    Mai 02, 2016
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    Das Gärtnern nach dem Mondkalender, welches Aussaat, Pflanzzeit und Ernte umfasst, wird gerne in der Öffentlichkeit belächelt. In der Tag existieren keine wissenschaftlichen Belege für, den Einfluss des Mondes auf das Wachstum von Pflanzen. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Mond von der Erde angezogen wird und er ebenfalls über eine Anziehungskraft verfügt. Somit beeinflussen sich Mond und Erde gegenseitig nach dem Prinzip, auf dem das ganze Universum aufgebaut scheint.

    Wer an das Spiel der Gezeiten am Meer schon einmal näher betrachtet hat, bekommt ein Gefühl für die Anziehungskraft des Mondes. Worauf basiert der Mondkalender? Bei Ebbe werden die Massen des Meeres auf die See hinausgezogen. Bei Flut treibt es das Wasser wieder zurück zur Küste. Außerdem übt die Stellung des Mondes großen Einfluss darauf, wie stark der Gezeitenunterschied ausfällt. Man nennt diesen Effekt auch Springtide bzw. Nipptide. Am stärksten ist der Gezeitenunterschied während einer Springtide. Von jener spricht man bei Vollmond und Neumond. Das ist dann der Fall, wenn Sonne, Erde und Mond in einer geraden Linie zueinander stehen. Von einer Nipptide spricht man bei Halbmond. In dieser Zeit steht der wenn der Mond im 90-Grad-Winkel zur Erd-Sonnen-Achse steht. Während einer Nipptide fällt der Gezeitenunterschied nur mäßig aus.

    Mondkalender Gartenarbeit

    Was bedeutet absteigender Mond?

    Beim Mondkalender gibt es sogenannte Fruchttage, Wurzeltage, Blütentage oder Blatttage. Diese ergeben sich nach dem jeweiligen Sternbild, in welchem der Mond „steht“. Der Mondkalender basiert auf dem Wissen über die Anziehungskraft des Mondes. Man geht dabei davon aus, dass nicht nur Meerwasser angezogen werden kann, sondern auch dass kleine Wassermengen in Pflanzen und Lebewesen in Bewegung gesetzt werden, sobald der Mond sich an ihnen vorbei bewegt. Beim Mondkalender spielt die Lage des Mondes am Himmel eine entscheidende Rolle. Zu beachten bleibt, dass der Mond mal höher und mal tiefer stehen kann und somit keines falls auf gleicher Höhe am Horizont erscheint. Er steigt vom niedrigsten Punkt im Sternbild des Schützen steigt empor bis zu seinem Wendepunkt, welcher sich im Sternbild des Zwillinges befindet. Danach steigt er erneut zum Sternbild Schütze ab. Man spricht in diesem Fall von einem siderischen das bedeutet sternenbezogenen Mondzyklus beim Mondkalender, welcher genau 27,3 Tage beträgt. Der Mondzyklus wird oft mit den Mondphasen verwechselt. Die Mondphasen jedoch daurn 29,5 Tage an und bezeichnen die Rotation des Mondes um die Erde. Dabei wird der Mond zum Neumond bzw. Vollmond und hat mit dem Mondkalender wenig gemein. Gewöhnlich beruht ein Mondkalender auf den Daten des anthroposophischen Instituts Goetheanum in Dornach (Schweiz) und dem siderischen Mondzyklus. Auf Grundlage des siderischen Mondzyklus werden die unterschiedlichen Größen der einzelnen Sternbilder berücksichtigt. Bei dieser Berechnung des Mondkalenders steht der Mond steht unterschiedlich lang in den verschiedenen Sternbildern. Es gibt auch astrologische Mondkalender. Diese stützen sich auf eine Einteilung des Sternenhimmels in zwölf gleich große Segmente, welche in die Antike zurück reichen.

    Wenn die Erde ausatmet, steigt Mond auf

    Befindet sich der Mond in einer absteigenden Phase, so kann ausgesät werden. In dieser zeit sollen die Sämlinge besser Wurzeln schlagen. Beim Mondkalender nennt man das Ausatmen der Erde während der aufsteigenden Phase des Mondes. Die Abstiegsphase hingegen wird liebevoll das Einatmen der Erde bezeichnet. Atmet die Erde aus, so werden Pflanzensäfte vom Mond angezogen. Diese können in die oberen Pflanzenteile aufsteigen. Aus diese Grund ist es von Vorteil zur Zeit des aufsteigenden Mondes zu ernten. Gut durchströmte Früchte sind resistenter gegen Fäulnis und andere Zersetzungsprozesse.
     

    Rasenmähen Mond

    In der Abstiegsphase des Mondes ziehen sich die Pflanzensäfte wieder zurück in die unteren Bereiche der Pflanze. In dieser Zeit des Mondkalenders ist es von Vorteil Pflanzen zu zuschneiden. Aber auch Aussat und andere Gartenarbeiten können vorgenommen werden. Auch die Ernte von Wurzelgemüse kann in dieser Zeit erfolgen. Die beste Zeit zum Rasenmähen ist laut dem Mondkalender unmittelbar bevor der Mond seinen niedrigsten Stand eingenommen hat. Auch das Jäten von Unkraut fällt in diesen Zeitraum. Auf diese Weise wachsen Rasen und Unkraut langsamer nach.

    Mondkalender und die Sternbilder

    Laut dem Mondkalender sollte man Hecken an Blatttagen im absteigendem Mond zuschneiden. In dieser Zeit bluten die Sträucher nicht so stark aus und verlieren weniger Blattwerk. Abhängig davon, in welchem Sternbild, der Mond sich befindet, gibt es innerhalb des Mondkalenders Fruchttage, Wurzeltage, Blütentage oder Blatttage. Anhand dieser Tage wird in Verbindung mit dem Mondstand abgeleitet, welche Gemüse, Blumen, Kräuter und Sträucher zur günstigsten Zeit ausgesät, gepflanzt, geschnitten oder geerntet werden können. Man geht beim Mondkalender davon aus, dass der Mond jeweils die Energie eines Sternbilds, in welchem er sich befindet, auf die Erde weiter leitet. Bei der Übertragung der Kräfte geht man von den vier Elementen Feuer/Wärme, Erde, Luft/Licht und Wasser aus.
     

    Mondkalender Aussat

    Die 12 Sternbilder werden in vier Gruppen unterteilt. Jede Gruppe enthält dabei drei Sternbilder, welche Trigone genannt werden. Jede Trigonen-Gruppe verkörpert ein Element und verkörpert eine Pflanzengruppe. So spricht man vom Frucht-Trigon, beim Element Feuer,  Wurzel-Trigon, beim Element Erde, Blüten-Trigon beim Element Luft und Blatt-Trigon beim Wasser.

    Für den Fall, dass das Wetter die Vorhaben im Garten unmöglich macht, ist es möglich die nächste Mondkonstellation abzuwarten, die für die Gartenarbeit günstig ist. In der Regel ist das alle 9 Tage der Fall. Der Mondkalender ist mit Sicherheit eine Methode, um im Garten und im Haushalt die Arbeit zu erleichtern. Aber im Prinzip muss jeder selber für sich wissen, ob die Arbeit nach dem Mondkalender positive Resultate erzielt oder nicht.

    Quelle Fotos: Pixabay.com

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